Alle Blog-Systeme bieten eine Aufteilung aller Beiträge in Monatsarchiven an (manche unterteilen auch in Wochen oder Jahre). Auf der Startseite des Blogs werden Links auf die einzelnen Archive erzeugt.
Juni 8, 2008
Mai 12, 2008
Exkurs Affiliate-Marketing
Affiliate-Marketing boomt derzeit im online-marketingmäßig allgemein nicht sehr fortschrittlichen, sondern eher abwartenden Deutschland. Experten prognostizieren starke Zuwächse für die nächsten Jahre. Was so modern klingt, ist im Grunde ein alter Hut: Es greift auf altbewährte Vertriebsstrukturen, namentlich auf das Prinzip der Netzwerkpartner, zurück. Ein Vertriebspartner, der Affiliate, bewirbt auf seiner Internetseite Produkte oder Dienstleistungen eines anderen Unternehmens, des Merchants. Der Merchant zahlt zunächst nichts, das heißt, ihm entstehen keine fixen Kosten und somit bekommt er auf jeden Fall erst einmal ein Gratis-Branding. Im Fall einer Transaktion wie beispielsweise eines Verkaufs oder einer Kontaktaufnahme per Formular erhält der Affiliate eine Provision. Eine Transaktion kann beispielsweise das Hinterlassen einer Adresse oder das Abonnieren eines Newsletters sein. Üblich sind drei verschiedene Provisionen: Pay-per-click, Pay-per-sale und Pay-per-lead oder auch Mischformen davon. Während die ersten beiden selbsterklärend sind, bezieht sich Payper- lead auf neue Interessenten, Abonnenten, auf eine Adresse oder einen Download.
Ein prominentes Beispiel für sehr erfolgreiches Affiliate-Marketing ist der Online-Buchhändler Amazon, der bereits 1998 60.000 Partner hatte. Heute sind es mehr als eine halbe Million. Amazon und viele andere Merchants stellen den Affiliates Werbemittel aller Art zur Verfügung. Das können ganz normale Textlinks sein, aber auch verschiedene Banner und Buttons, die in die Website integriert werden. Manchmal handelt es sich auch um „Smart Content“, also um eine dynamische Aktionsbox auf der Seite des Affiliate, in die aktuelle Angebote des Merchant automatisch eingespeist werden. Es kommt sogar vor, dass der Merchant dem Affiliate Keyword-Datenbanken zur Verfügung stellt, die dazu führen, dass die Seite des Affiliate in Suchmaschinen besser gefunden wird, wodurch dann natürlich wiederum der Merchant profitiert. Das sind nur einige Beispiele, von denen es noch viele mehr gibt. Damit nun Affiliates und Merchants möglichst problemlos zueinander finden, gibt es Anbieter wie Affilinet oder Adbutler, die vermitteln und die die zum Betrieb des Partnerprogramms nötige Technologie bereitstellen. Über solche Partnernetzwerke, von denen es einige große und viele kleine im Internet gibt, wird häufig auch Abrechnung, Statistik und Controlling abgewickelt. Von solchen Partnernetzwerken zu unterscheiden sind die Anbieter von Partnerprogrammverzeichnissen, wie www.partnerprogramme.com oder www.affiliate.de. Sie übernehmen lediglich eine Vermittlerfunktion und listen Partnerprogramme auf.
Quelle: Lmmenett, Erwin: Praxiswissen Online-Marketing (2006)
Artikel aus der Zeitschrift webselling 2/2008 – Februar bis April
Der Artikel beschreibt verschiedene Möglichkeiten, wie man mit Blogs Geld verdienen kann am Beispiel des CMS WordPress. WordPress ist vielseitig erweiterbar und bietet daher viele Chancen zur Einbindung von Werbung in Blogs. Zu Beginn sollte man allerdings sagen, dass beim Geld verdienen mit Blogs nur ein Taschengeld und keine Reichtümer zu erwarten sind.
Eine Möglichkeit zur Einbindung von Werbung wäre ein Blog zu einem bestimmten Fachthema und der Einbau von fachspezifischen Affiliate-Programmen. Allerdings gibt es bei dem Versuch, auf diese Weise zu Geld zu kommen, eine Menge schwarze Schafe. Sie haben keinen Blog im eigentlichen Sinne, sondern klauen nur Inhalte aus dem Internet zusammen, um Leute auf ihre Seite und damit zu ihren Affiliate-Angeboten zu locken. Solche scheinbaren Blogs nennt man auch Spam-Blogs oder kurz Splogs. Als Beispiele für gute Themen, die geeignet sind, zu Werbeeinnahmen zu kommen, nennt der Artikel z.B. Reisen, Versicherungen oder Datenrettung. Natürlich gilt: Der Blogbetreiber sollte schon starkes Interesse an seinemThema haben und sich gut auskennen, wenn die Sache Aussicht auf Erfolg haben soll.
Voraussetzung ist, dass der Blog in Suchmaschinen gut gefunden wird. Dafür gibt es spezielle Plugins, die man mit wenig Aufwand in WordPress einbinden kann. So kann man beispielsweise automatisch Metatags erstellen lassen. Der Artikel zeigt detailliert, wie es geht. Es gibt auch Plugins für die Erstellung google-gerechter Sitemaps, die stets automatisch bei neuen Beiträgen aktualisiert werden. Oder das Plugin WP-Amazon bietet die Möglichkeit, direkt nach Amazon-Produkten zu suchen und diese in die Blog-Beiträge einzubinden. Das Plugin Related Posts verlinkt automatisch die Inhalte des eigenen Blogs untereinander – ebenfalls eine gute Sache zur Suchmaschinenoptimierung.
Mit „Title Tags“ kann man für jeden Beitrag einen individuellen Title Tag erstellen, was positiv von Google bewertet wird. Mit einem anderen Plugin kann man Beiträge automatisch auf der viel besuchten Seite Yigg.de (einer Social Website) eintragen. Es gibt sogar ein Plugin zum Anzeigen von Google AdSense Anzeigen innerhalb von Beiträgen.
Textlinks sind eine Alternative für Blogbetreiber, die Banner für zu aufdringlichlich werbend halten. Auch durch Textlinks lässt sich Geld verdienen, und natürlich gibt es auch ein Plugin, um solche Textlinks unkompliziert in die Randspalte über WordPress einzufügen.
Sogar Blogger, die keine Lust haben, mit viel Mühe eigene Beiträge zu erstellen, bekommen Hilfe durch ein Plugin. WP-Autoblog verwandelt Newsfeeds in Blogbeiträge und sorgt so blitzartig für Content im Blog. Sicher nicht so ganz fair. Eventuell kann es auch Probleme mit dem Urheberrecht geben – das ist also nicht so ganz legal.
Und wenn dann die Kasse klingelt, gibt es sogar ein Plugin, das die Einnahmen im Admin-Bereich des Blogs anzeigt, sodass nicht ständig die Seite des Werbepartners aufgerufen werden muss.
Die Autoren des Artikels sind der Meinung, dass WordPress besser als jedes andere Blog-System zum Geld verdienen durch Online-Marketing geeignet ist.
Beiträge
Jeder Blog besteht aus einer Datenbank-Ebene und zwei browserbasierten Ebenen: Im Frontend werden alle Beiträge und Funktionen dargestellt, wie von der Vorlage bestimmt. Auf das Backend haben nur autorisierte Autoren Zugriff. Hier werden Beiträge verfasst und bearbeitet und Einstellungen vorgenommen. Dazu dient ein WYSIWYG-Editor, dessen Funktionsumfang relativ beschränkt ist. Es ist aber auch möglich, Eingaben direkt im HTML-Modus vorzunehmen.
Vorlage
Eine Vorlage, auch Template oder Skin genannt, bestimmt das Erscheinungsbild des Blogs. Vorlagen bestehen in der Regel aus PHP-Dateien, über die festgelegt wird, welche Informationen an welcher Stelle angezeigt werden, und aus CSS-Dateien, die festlegen, wie die Elemente aussehen sollen. Vorlagen gibt es im Internet zum kostenlosen Download. Man kann sie aber natürlich auch selbst erstellen.
Technische Merkmale
Blog-Systeme arbeiten browserbasiert – Aktualisierungen werden grundsätzlich über den Browser vorgenommen. Zugleich sind alle Daten auf einem Webserver gespeichert. Für den Zugriff auf den eigenen Blog benötigt man also immer einen Internetanschluss.
Kriterien – wann ist ein Blog ein Blog?
Es gibt einige Eigenschaften, die einen Blog kennzeichnen und von anderenInternetseiten unterscheiden:
- Chronologie: Jeder Beitrag in einem Blog ist mit der Zeitangabe seiner Veröffentlichung versehen. Alle Beiträge sind chronologisch sortiert. Der aktuellste Beitrag steht normalerweise an der ersten Position.
- Aktualität: Meist gibt es einen Bezug der Beiträge auf aktuelle Geschehnisse oder aktuelle Erlebnisse des Autors. Neue Beiträge werden aktuell und in relativ kurzen Abständen eingestellt.
- Interaktion: Blog-Leser können zu den Beiträgen Stellung nehmen und sie kommentieren.
- Internet-Bezug: In der Regel enthalten Beiträge Links auf Fundstellen oder auf weiterführende Informationen. Üblich sind auch Links auf andere Blogs (Trackbacks).
Definition
Blog ist eine Abkürzung für den ursprünglich verwendeten Begriff „Weblog“. Der Bestandteil „Web“ bezeichnet das Umfeld, also das Internet. Die Silbe „log“ stammt vom seemännischen Wort Logbuch. In einem Logbuch verzeichnet der Kapitän eines Schiffes die für die jeweilige Fahrt relevanten Ereignisse, immer versehen mit Datum, Uhrzeit und Position des Schiffes. In der Computerwelt gibt es in Anlehnung daran so genannte Logdateien, in dem z.B. ein Netzwerkbetriebssystem aufzeichnet, welcher User sich wann eingeloggt hat. Ein Weblog wird häufig als Synonym für Internet-Tagebuch verstanden. Laut Wikipedia tauchte der Begriff Weblog erstmals 1997 auf, die Kurzform Blog zwei Jahre später.
Woher kommen die Blogs?
Eine der Wurzeln von Blogs sind Link-Listen im Internet, auf denen User ihre Favoriten publizierten. Etwa um die Jahrtausendwende entstanden die ersten Bookmark-Plattformen, wie es sie heute noch teilweise gibt (z.B. Mister Wong, Linkarena). Die zweite historische Wurzel von Blogs ist die Weiterentwicklung von Content Management Systemen. Diese technische Neuerung machte es für den Normalanwender erst möglich, ohne fremde Hilfe Inhalte im Web zu publizieren.
Content Management Systeme (CMS) ermöglichen es, dass Inhalte einer Website (Texte, Bilder, Graphiken etc.) getrennt vom Design in Datenbanken aufbewahrt und per Webbrowser aktualisiert und gepflegt werden können. Im Rahmen der Open-Source-Bewegung entstanden neben den teuren und komplexen CMS der Softwareindustrie kleine kostenlose Systeme, die einfach zu installieren und zu nutzen waren. Das war die Geburtsstunde der Blog-Systeme, die immer auch Content Management Systeme sind, die dem Betreiber des Blogs dazu dienen, Beiträge zu verfassen oder zu bearbeiten.
Was ist neu an Blogs?
Sie erlauben jedem normalen Internetnutzer, sich ein eigenes Medium zu schaffen und sich frei äußern zu können. Blogs demokratisieren die Medien und bieten Ausdrucksfreiheit für jedermann. Auch ohne technisches Vorwissen ist es in Blogs möglich, persönliche Inhalte regelmäßig zu veröffentlichen. Neben Hobby-Bloggern gibt es auch Profis, die Blogs als Alternative zu den klassischen Medien verstehen. Außerdem werden Blogs zunehmend auch als Mittel der Unternehmenskommunikation genutzt.